20.06.16

Startschuss für das Kooperationsprogramm in der Elektrifizierung

Vernetzung fördern – zwischen Wissenschaft und Wirtschaft aber auch zwischen Doktoranden untereinander. Das ist Ziel des neuen Promotionsprogramms des Bosch Geschäftsbereichs Gasoline Systems. Im Zuge des Promotionskollegs EL sind insgesamt 25 Promotionsthemen im Bereich Elektromobilität ausgeschrieben, für die sich eingeladene Hochschulen bewerben können. Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten steht die Elektrifizierung des Antriebsstranges mit den Komponenten Leistungselektronik, E-Motor, E-Achse, Batterie und Li-Ion Zelle.

„Wir versuchen den Bereich Elektromobilität immer wieder durch verschiedene Aktivitäten, wie das Promotionskolleg EL, zu stärken. Auch Hochschulmarketing spielt hierbei eine wichtige Rolle, um neue Talente zu finden“, erzählt Detlef Nass, der als HR-Business Partner für den Bereich Elektromobilität verantwortlich ist und das Promotionskolleg EL Anfang des Jahres mit ins Leben rief. „Das Promotionskolleg EL dient neben der Bearbeitung der für uns relevanten Themen vor allem der Hochschulvernetzung. Daher ersetzt es die klassischen Industriepromotionen keinesfalls, sondern ist eine Ergänzung.“

Auch bei der Auftaktveranstaltung am 14. Juni 2016 stand die Vernetzung untereinander im Vordergrund. 31 Vertreter von eingeladenen Hochschulen, wie der Universität Stuttgart, der RWTH Aachen oder dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), waren vor Ort, um sich mit Fachbetreuern von Bosch über die Forschungsthemen auszutauschen. Bereits nach der Kick-Off-Veranstaltung zogen die Professoren eine erste positive Bilanz, wie Prof. Dr. Maximilian Fichtner des Helmholtz Institute Ulm: „Ich denke, dass dies ein sehr guter Weg ist, um Forschungsgruppen mit Entwicklern der Industrie ins Gespräch zu bringen.“

Anders als bei klassischen Industriepromotionen sind die Doktoranden an den jeweiligen Universitäten angestellt, die wiederum die Doktorandenauswahl betreiben. „Trotzdem werden alle Doktoranden auch einen nicht unerheblichen Anteil ihrer Zeit bei Bosch vor Ort sein. Und auch sonst wollen wir im regen Kontakt mit den Doktoranden und Professoren stehen – nicht nur, um den Fortschritt der einzelnen Themen zu sehen, sondern vor allem weil dies eines der Grundziele des Promotionskollegs EL ist“, so Nass. Die Bearbeitungszeit der Themen beträgt in der Regel drei Jahre. Während des gesamten Zeitraums gibt es Veranstaltungen, durch die alle Involvierten regelmäßig im Austausch stehen. Ende dieses Jahres sollen die einzelnen Promotionen bereits starten.