Sommersemester 2014
„Effizienz- und qualitätssteigernde Methoden in der Softwareentwicklung“

Inhalt

„Unfassbar, wie viel Software in einem Auto steckt!“

ETAS-Chef Friedhelm Pickhard begeistert mit einer Vorlesung an der Universität Stuttgart.

Wie viel Software steckt eigentlich in einem modernen Automobil? Unfassbar viel, durften die Zuhörer in einem Hörsaal auf dem Campus in Stuttgart Vaihingen erfahren. „Ein Jumbo-Jet kommt noch mit 6,5 Millionen Programmierzeilen aus – in einem modernen Auto aber sind es 20 Millionen Programmierzeilen. Das ist ungefähr 250-mal so viel an Information wie in den gesammelten Werken von Shakespeare steckt!“, veranschaulichte der ETAS-Chef die Menge der Daten. Kein Wunder also, dass es für ETAS enorm wichtig ist, sich konsequent der Steigerung der Entwicklungseffizienz und Qualität von Software zu widmen – selbstverständlich ohne dabei die Suche nach qualifiziertem Nachwuchs aus dem Auge zu verlieren.

Die Vorlesung von Friedhelm Pickhard gab den Auftakt zum neuen Turnus der Vorlesungsreihe „Technologieführer der Automobilindustrie stellen sich vor“, die auch in diesem Sommersemester wieder in Kooperation mit der Universität Stuttgart und der Robert Bosch GmbH vom Forschungsinstitut für Kraftfahrtwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS) veranstaltet wird. Ziel der Ringvorlesung ist es, den Wandel in der Automobilindustrie – von der Globalisierung der Märkte über den Umweltschutz bis hin zu gestiegenen Sicherheitsansprüchen im Individualverkehr – in Form von Vorträgen hochkarätiger Firmenvertreter zu beleuchten.

ETAS punktet dabei vor allem mit innovativen Lösungen für die Entwicklung von Software für elektronische Steuerungen in Fahrzeugen. Friedhelm Pickhard verdeutlichte den Zuhörern, dass die Erzeugung von Automotive Software hoher Qualität neben dem Einsatz geeigneter Werkzeuge und Methoden höchste Professionalität erfordert. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht entsprechen Fehlern in der Software Schulden, die empfindlich zu Buche schlagen, wie die kostspieligen, Softwarebedingten Fahrzeugrufe der jüngsten Vergangenheit gezeigt haben.

Den angehenden Maschinenbauern, Fahrzeugtechnikern und Informatikern gab Pickhard mit auf den Weg, sich im Studium vor allem intensiv mit Grundlagen zu beschäftigen. „Meiner Ansicht nach ist es nicht sinnvoll, dass sich Studierende zu früh auf ein Thema festlegen. Die notwendige berufliche Spezialisierung können wir in den Unternehmen gut unterstützen. Die Grundlagen hingegen werden von den Universitäten am besten vermittelt.“

Im Anschluss an den Vortrag wurde mit dem Vorsitzenden der ETAS-Geschäftsführung intensiv diskutiert. Das große Interesse der Studierenden an den technischen Themen und an ETAS als Arbeitgeber zeigte sich auch am Andrang, der anschließend an den Informations- und Demoständen des Unternehmens herrschte: Wesentliche Fragen waren, in welchem Umfang ETAS Praktikumsplätze anbietet und Werksstudenten beschäftigt und welche beruflichen Perspektiven die Firma als einhundertprozentige Bosch-Tochter bietet.

 
Herr Pickhard und Prof. Reuss

Gastgeber Professor Hans-Christian Reuss, Direktor des Instituts für Ver-brennungsmotoren und Kraftfahrtwesen und Inhaber des Lehrstuhls Kraftfahrzeugmechatronik, zeigte sich anschließend beeindruckt von der Auftaktveranstaltung. „Danke für die spannende Reise in die Welt der Software! Persönlich bin ich überzeugt, dass etliche der Studierenden im Publikum die ETAS ernsthaft als potenziellen Arbeitgeber in Erwägung ziehen.